Mittwoch, 23. März 2016

Kapitel 13

Was könnte falsch gehen?

Die zwei drohende Männer, Jörg und Friedrich, haben Clenin entführt und nach Bern gebracht, damit sie ihm befragen und foltern könnten.

"Hallo? Ist jemand da?" er fragte. Er saß allein für lange Zeit. Endlich sind Friedrich and Jörg zurückgekommen. Jetzt hatten sie Gewehre.

"Bitte! Schiess nicht! Ich habe ihnen gesagt, dass ich noch etwas nicht weiß. Ich habe seinen Körper in dem Mercedes gefunden und in diesem Moment hat meine Untersuchung begonnen! Ich weiß nichts! Bitte glaub mir!"

"Wenn sie nicht uns die Wahrheit sagst, müssen wir jetzt dich erschießen." Friedrich hat das Gewehr auf Clenin gerichtet

"Moment! Was ist hier los? Ich will wissen, warum du musst mich erschießen?"

Die Männer lachten. "Ganz wie du wünscht. Wahrscheinlich war Ulrich einen schlechten Polizistin aber Albrecht Blumenfeld war einen schlechten Kommunistin," Jörg spuckte. "Dieser Journalist... er wollte alle unsere Geheimnisse herausstellen. Ulrich war neuer Polizeileutnant und er brauchte, um sich zu erweisen. Er war Leutnant, aber wir sind die Hauptmänner des Reviers. Er hat Blumenfeld geregelt. Das war seine erste Prüfung als Polizeileutnant. Offensichtlich hat er durchgefallen, weil er seinen Fehler nicht gut überspielen hat. Wir hatte keine andere Endschuldig..."


"Ich verstehe nicht. Er war deiner Freund!" sagte Clenin.

"Ja.. Ich weiß es. Dann hat alle außer Kontrolle geraten. Seine Frau war tief beteiligt, Hans versuchte, um sich zu einmischen. Wir wollte nur ihm Angst zu geben, aber wurde alle so kompliziert... dann...der Zug war angefahren. Wir mussten ihm töten." Für eine Moment dachte Clenin, dass er überlegen würde. Jörg und Friedrich haben schuldig angesehen.

"Bitte! Jetzt macht das Sinn! Ich kann ihnen helfen! Es muss nicht so ended!!" weinte Clenin.

"Ha! Tor! Jetzt weißt du zu viel." Friedrich hat das Gewehr auf Clenin gerichtet noch einmal. Clenin dachte bei sich, was würde, wenn nur auch ich den blauen Mercedes nicht gefunden hätte?

Das Ende

.   .   .



Christoph Bauer, die Polizistin von Köniz, fand am Morgen das fünften November 1948 einen grauen Volkswagen, der am Strassenrande stand. Bauer, der sie hervorzog, konnte feststellen, dass es sich beim Toten um Alphons Clenin handelte, Polizist der Stadt Twann.

Fortsetzung folgt...


entführt - kidnapped
ein Gewehr auf jdm. richten - to point a gun at somebody
spucken - to spit
sich erweisen - to prove yourself
regeln - to take care of something/deal with something
Fehler - mistakes
überspielen - cover up (mistake)
tief beteiligt - to be deeply involved
sich einmischen - intervene
der Zug ist angefahren - it's too late (idiom)

Samstag, 19. März 2016

Kapitel 12

Geschichte wiederholt sich oft. Clenin wusste, dass das wahr ist. Zum Beispiel wusste er, dass die Sonne morgen scheinen würde und, dass seine Fußballmannschaft wieder verlieren würde. Das ist nur die Art und Weise von Leben, ja? Clenin war ein guter und begabter Polizist, aber er prüfte nie ein großes oder kompliziertes Verbrechen wie das Mysterium von Bern. Korrupte Polizei? Bedrohliche Briefe? Er hätte wissen sollen, dass seine Geschichte schlecht enden würde. Aber folgte er seine Instinkte? Augenscheinlich hatte er nicht.

Jetzt war er zum Tode verurteilt und er konnte, nur sich zu vorwerfen. Warum hatte er entschieden, das Verbrechen zu prüfen? Während er das Gewehr vor seinem Gesicht starrte, dachte er über seinem letzten Tag. Was war so unrecht gegangen?

VIERUNDZWANZIG STUNDEN FRÜHER

Clenin folgte die Ambulanz bis er links abbiegen musste, das Polizeirevier von Twann zu gehen. Es war ein kleines Revier, weil die Stadt nicht so groß oder gefährlich war. Alle Polizisten waren Freunde und sie versuchten, immer gegenseitig zu helfen. Aber als Clenin ins Polizeirevier kam an, waren die andere Polizisten nicht aufgeregt, ihm mit diesem Mysterium zu helfen.

„Clenin, du musst sorgfältig sein! Hast du den Brief gelesen? Es klingt, dass der Polizist Ulrich korrupt war! Bist du sicher, dass du dich in einem Skandal aus Bern beinhalten willst?" 

„Eigentlich kann es schlimmer sein! Und was, wenn Ulrich nicht korrupt war, aber er beschloss, ein gefährliches Verbrechen zu prüfen? Er ist tot jetzt! Bist du nicht verängstigt?"

Clenin fühlte frustriert und ein bisschen böse. Wurden diese Feiglinge seine Freunde?

„Und was sollte ich machen? Wir können einen Mord nicht ignorieren! Ulrich war ein Polizist, der ermordet war, und ihr fühlt kein Mitgefühl für ihn. Korrupter Polizist oder nicht, wir haben die Pflicht, die Wahrheit zu entdecken. Und ich werde die Wahrheit finden, dass ich fluche."  

Clenin drehte sich um und fast rempelte an einen Mann, den er noch nie gesehen hatte. Er war mit einem anderen Mann, der sehr groß und drohend erschien.

„Entschuldigung, aber kann ich euch helfen? Wir sind sehr belebt, weil wir in der Mitte von einer Untersuchung sind. Brauchen sie etwas dringend?"

Der erste Mann lächelte und er zeigte Clenin sein Abzeichen. Er war ein Polizist von Bern.

„Angenehm. Ich bin Jörg und ich arbeitete mit Ulrich. Dies ist mein Kollege Friedrich. Wir fuhren zu Twann, Hilfe in der Untersuchung zu anbieten. Wir wissen, dass Ulrich starb, während er ein Verbrechen untersuchte, und wir wollen den Schuldigen finden helfen."

Clenin lächelte, weil er erleichtert war. Er hatte jetzt Hilfe von Polizisten mit mehr Erfahrung, große Untersuchungen zu untersuchen. Was könnte falsch gehen?




Fortsetzung folgt...


bedrohlich - menacing 
augenscheinlich - evidently
vorwerfen - to blame
sorgfältig - careful
beinhalten - to be involved in something
der Feigling - coward
fluchen - to swear
rempeln - to bump into
das Abzeichen - badge
erleichtert - relieved 

Freitag, 18. März 2016

Kapitel 11

Die Szene stoppt und Ulrich dreht sich uns zu stellen. Er spricht.

„Bin ich vernünftig? Bin ich real? Bin ich verrückt?“ Jörg und die Schütze still und stumm im Mondschein. „Ich kann nicht verrückt sein; ich bin die Hauptfigur. ‚Unzuverlässigen Erzähler‘—es kann nicht so einfach sein. Zu einfach. Lazarus ist tot.“

Es gibt zu viele Widersprüche. Zusammenhanglosigkeit. Das einzige, das passieren kann, ist ein Enträtseln. Aber nicht ein Enträtseln; ein Zerfasern. Es gibt keine Lösung sondern nur Fäden.

„Lazarus ist tot. Er starb zweimal. Zwei Todesfälle.“

Und ist er in das blaue Auto, auf das Steuer niedergesunken. Clenin ist schockiert; er ruft um Hilfe an. Dieser ist ein wichtige Mann. Bern…die große Stadt. Er macht ein Foto, zwei Fotos, zehn Fotos. Die Blitzbirne bildet Risse in der Nacht. Wann die Andern kommen an, sammeln sie die Beweise in braunen Papierbeutel und Papiertüten, die er von seinem Auto bringt. Eine Papierbeutel für den Mantel, eine Papiertüte für die Brieftasche. Sie nehmen einen Brief vom Beifahrersitz, gefaltet, gering schrumpelig, in rote Tinte bedeckt und mit braune Blut gesprenkelt. Dann, unter roten Lichter, bringen sie das Körper in einer Ambulanz ruhig weg. 

Clenin folgt im Wagen. „Ulrich Schmied…“ Der Brief sagte etwas über einen toten Mann. „Die Polizei zu viel wissen.“ War er ein korrupter Polizist, vielleicht eingeholt in etwas schlecht? In jedem Fall: etwas faul im Stadt Bern.

Jörg und die geheimnisvolle Schütze bewegen sich nicht. Ulrich bewegt sich nicht.

Es ist schon spät und es ist weniger schwarz und mehr grau—ein erschöpftes, dunkles Grau. Clenin herunterlasst das Seitenfenster. 

Ulrich noch einmal.

„Zwei Todesfälle; hier ist ein Dritter.“


Zusammenhanglosigkeit – incoherence
Enträtseln  unraveling (of a mystery)
Zerfasern fraying out
Fäden threads
Blitzbirne flashbulb
Risse – cracks
Papierbeutel – (small) paper bags
Papiertüten – (large) paper bags (?)

Mittwoch, 16. März 2016

Kapitel 10

Sofort drückte Ulrich auf die Bremse. Ein lautes Kreischen brach aus dem überlasteten Auto, wie Ulrich auf der Seite der Autobahn fuhr. Als der Wagen zum Stehen kam, ließ Ulrich einen schrecklichen Schrei aus. Er fühlte seinen Herz in den Kopf schlug. Mit einem Blick zurück, wusste er, dass Julia tot war. Die Wahrheit, dass er gerade entdeckt jetzt nicht wichtig. Wasser füllte seine Augen, und er dachte, dass er erbrechen könnte. Das war nicht die Frau, die er kannte. Jemand sehr mächtig gehabt zu haben, ihre schreckliche Lügen erzählt.

Der einzige Weg, Julias Tod zu rächen war, dieses Geheimnis zu verstehen. Ulrich versucht, alles zu erinnern, er konnte. Stück für Stück, ging er über alles, was an diesem Tag passiert hat. Er erinnerte sich an den Brief mit der roten Schrift, die schwere Atmosphäre in der Polizeizentrale, und das Chaos in seinem Haus gelassen. Danach er fragte sich eine Reihe von Fragen. Wer war der Mann der vor Hans Haus stand? Wer auf ihn geschossen? Warum hat Hans ihn so leicht zu finden? Was bedeutete die Graffiti unter dem Lorrainebrücke?

So viele Fragen, die er beantworten musste. Um die Wahrheit zu finden, hatte er eine Option. Mit einem tiefen Seufzer, begann er den Motor ab. Er hatte keine andere Wahl, als in das Haus zurückzukehren, die er gerade verlassen hatte. Es wäre gefährlich, aber er hatte Hans zu finden.

Glücklicherweise hatte Ulrich Aufmerksamkeit bei der Polizeiausbildung bezahlt, und war sehr gut in seinem letzten Schritte zu verfolgen. In nur kurzer Zeit hatte er auf der Autobahn drehte sich um und wurde in die richtige Richtung gegangen.

Bevor er in die Einfahrt fuhr, drehte Ulrich seine Scheinwerfer aus. Er parkte das Auto hinter einigen hohen Büschen. Leise schlich er auf das Haus, auf Anzeichen von Hans suchen. Er hielt in seinen Spuren, sobald er die Haustür sah. Bedeckt im Blut, es sah grausam aus. Ulrich hatte so weit gekommen, er würde jetzt nicht mehr zurück drehen.

Mit zitternden Händen, drehte er den Türknauf und öffnete die Tür. Vor ihm lag Hans, bedeckt im Blut und kämpfen für die Luft. Mit großen Augen starrte Hans Ulrich, bewusst, dass seine Zeit begrenzt war. Die Szene war so undenkbar, Ulrich kaum an Hans aussehen könnte.

Mit schwacher Stimme flüsterte Hans „Mach ihn nicht weg erhalten lassen” und mit seinen letzten Kräften, zeigte aus dem Fenster.


Ulrich warf einen Blick aus dem Fenster und sofort seine schlimmsten Befürchtungen wurde wahr. Jörg, sein Kollege stand neben einem großen dunkle Gestalt mit einer Pistole.

Forsetzung folgt...

Kreischen- screech
erbrechen- to vomit
rächen- revenge
Seufzer- sigh
Aufmerksamkeit- attention
schlich- crept
zitternden- trembling/shaking
Befürchtungen- fears

Samstag, 12. März 2016

Kapitel 9

Ein anderer Schussknall brach aus. Ulrich schleppte Julia aus dem Haus und steckte sie in den Wagen. Er begann den Motor schnell ab und flüchtete aus der Schussszene. Anstatt erschreckt war Ulrich ganz geweckt. Die einzigen Leute, die wissen, dass Ulrich zu diesem fernen Haus gebracht war, waren Hans und Julia. Wenn Hans Ulrich umgebracht hätte, hätte er ihn nicht an der Brücke gerettet, oder hätte er ihn früher geschossen. Offensichtlich war Hans Ulrich zu sparen und helfen wollte.

"Wirklich, Julia? Ugh unglaubhaft!" schrie Ulrich mit zitternde Stimme, "du hast der Mörder meiner Lage informiert. Du hast Hans verlangt, dass er mir an diesen Ort zu bringen muss, wo die Polizei und alle nicht verfolgt haben könnte. Du wolltest den Brief, weil du ein Geheimnis von der Polizei zu verstecken hast. Du mietete die Spione mich auf der Brücke zu unterbinden und den Brief zu stehlen."

"Lass mich erzählen, bitte..." wurde Julia von das Erkenntnis des Ulrich überrascht.

"Sag nicht mehr. Es gibt nur eine Wahrheit - Du hast mich betrogen! Du bist der böse Feind! Aber warum? Ich kann nicht verstehen. Was ist deines Motiv?"

"Scheiße! Deine Induktion war wahnsinnig korrekt. Als ich klein war, habe ich geträumt, dass ich einen Polizist heirate, weil Polizisten sehr mutig und heldenhaft sind. Wer hätte vorhersehen, dass ihr nur Feiglinge sind! Ich weiß, wie Hans Verschwörungen geführt hat, wie er das Internet einhackte und private Informationen stahl, damit er sie fangen konnte und eine Förderung hätte. Ich weiß auch, dass du alles klar gehört hast, aber du warst entweder zu dumm oder zu faul, Beweise zu finden und ihn verhaften. Und meine Enttäuschung ist mehr als das. Ihr sind wirklich nutzlos und schamlos, damit ich zu ihrem Geschäft zu beenden, und ihre Leben auch beenden, wenn ich muss."

"Hirnlos Frau!" schrie Ulrich sehr wütend, "der Auftrag des Polizist, ist zu sichergehen, dass Menschen sicher sind, aber nicht ein Sci-Fi-Film zu machen. Aber jetzt hat deine Hand das Blut der unschuldige Menschen. Ich werde dich zu verhaften!"

Julia fühlte sich schuldig und geistig umnachtet. Schließlich sprang sie die blauen Mercedes ab und starb in der Mitte der Autobahn.

Fortsetzung folgt...


schleppte: dragged
fernen: far-away
gerettet: rescued
Geheimnis: secret
mietete: hire
Feiglinge: cowards
Verschwörungen: conspiracies
Beweise: evidence

Freitag, 11. März 2016

Kapitel 8

Hans brachte Ulrich in das Haus und ging wieder weg. Im Haus befanden sich nur Ulrich und Julia, die vor einer Woche ein Ehepaar waren. Ulrich schaute sich das Haus um. Der Raum war düster, weil es nur ein Licht gab, aber bald bemerkte Ulrich einige Hemden und eine Krawatte. Geht Julia fremd…? Ihm war schwindelig. Er hatte so viele Fragen, dass er wusste nicht, mit welcher zu beginnen. 

„Du bist sicher hier,“ brach Julia das Schweigen. Ihre vertraute Stimme beruhigte Ulrich ein bisschen, aber sein Kopf wurde noch mit Fragen ausgefüllt - in einer Nacht ist ihm zu viel passiert. Obwohl er eine erfahrene Polizei war, die tausend seltsame und gefährliche Fälle gelöst hatte, war er jetzt konfus. Sein Kopfschmerz tat ihm weh und seine Müdigkeit hielt ihn davon ab, über diese Ereignisse nachzudenken.

„Wo sind wir denn?“ begann Ulrich mit einer leichten Frage.
„Twann.“

Twann? Dieser Ortsname klang Ulrich vertraut. Dann erinnerte er sich daran, dass Julia immer in diese kleine Stadt reisen wollte, aber Ulrich war immer so beschäftigt und er hatte nie genug Zeit dafür. Ein Krach von dem Motor, der von außerhalb kam, unterbrach seinen Gedanke.

„Gibt es andere Leute hier?“ sagte Ulrich wachsam.

„Nein, es ist nur Hans; er brachte dein Auto, dein blaues Mercedes.“ sagte Julia, „ Jetzt gib mir den Brief und dann kannst du zurückgehen.“

„Warum willst du den Brief? Was ist los mit dir, mit alle diesen Seltsamkeiten? Sag mir, Julia.“ Ulrich war total verwirrt. Vor einer Woche war Julia noch die Person, der er am besten vertraute, aber jetzt wurde sie so geheimnisvoll, als ob Ulrich sie nie kennen würde.

„Gib mir den Brief, Ulrich, ich bitte dich,“ sagte Julia, „Siehst du nicht, dass sie eine schnelle Lösung finden wollen? Sie wollen dich umbringen und ich will dich vor ihnen schützen!“

„Ihnen? Wer sind sie denn?!“

Julia schwieg. Sie seufzte und sah zögernd aus. Ein paar Minuten später entschloss sie sich endlich, alles ihm zu erzählen, aber plötzlich hörten sie beide einen Schussknall.

„Raus! Steig in dein Auto ein und geh weg!“

Forsetzung folgt…

sich umschauen - to look around
fremdgehen - to be unfaithful, to cheat on
jemanden von etw. abhalten - to prevent someone from doing sth.
unterbrechen - to interrupt
seufzen - to sigh
der Schussknall - (the sound of) gunshot

Mittwoch, 9. März 2016

Kapitel 7

 Keiner von beiden sprachen, als sie durch die Nacht fuhren. Trotz seines Kopfschmerzes konnte Ulrich nicht schlafen: Ihm drehte sich alles im Kopf und er versuchte ohne Erfolg, alles zu verstehen. Was war Hans’ Rolle in diesem Fall? Wo gehen sie jetzt? Hans hatte verweigert, etwas zu erklären; er sagte nur, dass Ulrich bald alles ausfinden würde. Dann verstummte er, und sein Gesicht, das normalerweise munter und unbesorgt war, wurde ernst und entschlossen.

Jetzt war es halb vier in der Früh. Sie hatten für neunzig Minuten gefahren und Ulrich erkannte nicht, weder wo sie waren, noch wo sie gingen. Hans hat das Radio früher angedreht und es spielte klassische Musik, vielleicht von Schubert. Ulrich fing an, ungeduldig zu werden.

„Sind wir schon da?“ fragte er.
„Wir kommen voran,“ beantwortete Hans, ohne Hans zu blickend.

Ulrich atmete tief durch und starrte in die Dunkelheit. Die Augen fielen ihm vor lauter Müdigkeit zu. Als er fing an, einzuschlafen, brachte Hans den Wagen sofort zum Halten. Ulrich wurde wachrüttelte. Er öffnete die Augen und sah, dass sie vor einem kleinen Haus waren. Eine trübe Lampe baumelte vor der Tür von dem Haus – sie war das einzige Licht, das Ulrich sehen konnte. Die Luft war still und schweigend und Nebelschwanger.

Hans nahm sein Handy und anwählte eine Telefonnummer. Eines der Lichter im Haus wurde angedreht.

„Wir sind da,“ sagte Hans.
„Ok, ich bin bereit,“ sagte die Stimme am Telefon. Es war die Stimme von einer Frau, und die Stimme klang vertraut.

Hans kehrte sich zu Ulrich und sagte mit einem leichten Lächeln, „Entschuldigung, dass ich so heimlichtun bin. Wenn es nach mir ginge, hätte ich dich alle schon erklären. Leider bin ich nicht der Chef und ich musste dich hier bringen. Aber im Haus kannst du alles fragen und wirst du alles verstehen. Gehen wir jetzt.“

Sie gingen langsam in die Dunkelheit nach der Tür. Sobald sie an die Tür kam, klopfte Hans an die Tür. Ulrich sah einen Schatten, der hinter dem Guckloch vorbeiginge. Die Tür öffnete.


„Julia?!“ keuchte Ulrich.

Forsetzung folgt...

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jdm. dreht sich alles im Kopf: (somebody's) head is spinning
verstummen -- to fall silent
ungeduldig -- impatient
tief durchatmen -- to take a deep breath
trübe -- dim
baumeln -- to dangle
Nebelschwanger -- heavy with fog
keuchen -- to gasp
das Guckloch -- peephole